Odessa: Donaudelta, größte Wüste und größte Steppenreservat Europas

2020 wird diese Reise nicht durchgeführt

Ukrainische Hauptstadt Kyjiw, Vogelparadies im UNESCO-Naturerbe Donaudelta, unverwechselbares Odessa, größte europäische Wüste, rosa See und Heilschlamm, UNESCO-Naturerbe: größtes Steppenreservat Askania Nowa, das von einem deutschen „bunten Vogel“ gegründet wurde…

All das auf einer einmaligen Tour mit dem Autor des Buches „Ukraine“ Viktor Timtschenko.

Flugreise ab Berlin vom 09.05.-22.05.2019 | 14 Tage

All das haben wir 2019 gemacht – eine wundervolle, aber ziemlich anstrengende Reise. Wir haben sie als EINMALIG angekündigt, und so bleibt sie. Vorerst. 🙂

Vom Süden der Ukraine, dem altertümlichen Taurien, kennt man in Deutschland vielleicht nur Odessa. Aber hier gibt es viel mehr zu entdecken: vor allem die stille Natur. Welche spektakuläre Überraschungen erwartet man von einer Steppe oder einer zerklüfteten Delta-Landschaft? Aber man muss vielleicht etwas länger innehalten, etwas genauer hinschauen, bis man  in dieser (fast) unberührten Schönheit, die es immer weniger in Europa gibt, eine tiefe Erholung für die Seele spürt.

Außerdem auf dem Programm: die majestätische Hauptstadt Kyjiw, das bunte Odessa und das fast vergessene und kaum von ausländischen Touristen wahrgenommene Cherson.

Beitrag in eine gemeinsame Kasse: 1395,00 €

Im Reisepreis inbegriffen:

  • Flug von Berlin-Schönefeld nach Kyjiw und zurück.
  • Reise im komfortablen Schlafwagen über Nacht von Kyjiw nach Cherson und von Odessa nach Kyjiw.
  • alle Transfers innerhalb der 14 Reisetagen.
  • Vollverpflegung (außer Frühstück am Ankunftstag, Frühstück und Mittag am freien Tag in Kyjiw).
  • Traditionelles „Fischfest“ auf einer Insel im Donaudelta.
  • Bootsausflug ins Vogelreservat.
  • 11 Übernachtungen im Doppelzimmer in Hotels und Häusern des „Grünen Tourismus“. Einzelzimmer (nicht überall möglich) – zusätzlich 10,00 Euro pro Nacht.
  • alle Eintritte (Naturreservate, Museen, Infozentrum).
  • drei Stadtrundgänge in Kyiw, Cherson und Odessa.
  • Reiseleitung
  • Feierliches Abschiedsessen in Kyjiw.

Weitere Infos und Buchung direkt bei: info@ukraine-mit-fachmann.de

Askanija-Nowa. 1856 kaufte Friedrich Fein (seit 1864 trug die Familie den Doppelnamen Falz-Fein) die 52.000 Hektar große anhaltinische Kolonie Askanija-Nowa bei Cherson (heutige Ukraine), mitsamt 49.000 Schafen, 640 Pferden und 549 Rindern. Der Name der Siedlung geht auf die Askanier in Deutschland zurück.

Sein Nachfahre, auch Friedrich Falz-Fein (*1863 in Askania Nowa – † 1920 in Bad Kissingen, Unterfranken), begnügte sich nicht mehr mit Schafs- und Pferdezucht, sondern entwickelte stattdessen das gleichnamige Naturschutzgebiet mit botanischem Garten und Tierpark, das schließlich eines der größten der Welt wurde, heute UNESCO-Naturschutzgebiet ist und noch immer viele exotische Tiere beherbergt wie Antilopen, Bisons, Zebras, Strauße und Przewalski-Pferde. Bereits 1896 hatte Falz-Fein für Askanija-Nowa eine Herde wilder afrikanischer Elenantilopen (Taurotragus oryx) gekauft, deren Nachzucht noch heute von berittenen Hirten betreut wird.

Falz-Fein besaß bis zum Ersten Weltkrieg eine halbe Million Schafe und 58 verschiedene Arten Säugetiere. Auch 402 Arten von Vögeln aus der ganzen Welt wurden hier nicht nur gehalten, sondern es wurden auch wissenschaftliche Beobachtungen und Kreuzungsversuche unternommen.

1921 wurde Askanija-Nowa zum Naturschutzgebiet erklärt, womit es das älteste in der heutigen Ukraine ist. Durch den Zweiten Weltkrieg gingen viele Tiere sowie alle wissenschaftlichen Unterlagen verloren. Seit 1956 ist Askanija-Nowa der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften unterstellt. Das Naturschutzgebiet ist seit 1984 in das Internationale System der Naturschutzgebiete der UNESCO eingetragen.

Das in der Steppenzone gelegene Naturschutzgebiet umfasst heute insgesamt eine Fläche von 333 km². Es ist eines der wenigen Gebiete in Europa, in dem eine relativ natürliche Steppenvegetation anzutreffen ist. Die Große Tschaplynka Depression ist ein von der Ramsar-Konvention geschütztes Feuchtgebiet innerhalb des Naturschutzgebietes. Die natürliche flache Vertiefung ist von Wasser aus geschmolzenem Schnee und Regen gefüllt, das dank zusätzlichen Wassers aus artesischen Brunnen nie versiegt. Hunderttausende Vögel nutzen die Depression im Herbst und Frühjahr als Durchzugsgebiet.

Lemur-See ist einmalig nicht nur in der Ukraine. Man nennt ihn „das ukrainische Tote Meer“, obwohl  der Salzgehalt hier höher ist als in Israel. Nicht verwunderlich, dass man ihm wundervolle Heilkräfte bescheinigt. Nicht nur dem Wasser. Auch Heilschlamm ist hier als Heilmittel und Kosmetika zertifiziert. Außerdem ist das Wasser hier nicht blau, sondern rosa. Überzeugen Sie sich selbst!

Das Biosphärenreservat Donaudelta befindet sich im Mündungsgebiet der Donau ins Schwarze Meer. Das Donaudelta stellt nach dem Wolgadelta das zweitgrößte Delta Europas dar und umfasst ein Gebiet von 5800 km², wovon 72 % unter Naturschutz stehen. Diese Fläche liegt sowohl in Rumänien als auch in der Ukraine.

  Der nördliche Teil des Reservats – das eigentliche Delta – wird von den drei aus westlicher Richtung einlaufenden Mündungsarmen der Donau durchflossen. Die Gegend ist bereits seit der Antike spärlich besiedelt. Landwirtschaft, Viehzucht und Fischwirtschaft bedienen sich vielfach der natürlichen Ressourcen vor Ort.

In dem Biosphärenreservat konnten bisher etwa 5200 Tier- und Pflanzenarten katalogisiert werden. Die hohe Artenzahl wird auf das geografische Zusammentreffen der zentraleuropäischen Wälder und des Balkangebirges mit den mediterranen Regionen zurückgeführt. Die eng miteinander verbundenen Lebensräume wie Rörichte, schwimmende Inseln, Altarme und Seen, Auwälder und extreme Trockenbiotope in den Dünen bilden im Mündungsgebiet ein einzigartiges Netzwerk von über 30 Ökosystemen. Das Reservat beherbergt das mit einer Ausdehnung von etwa 1800 km² weltweit größte zusammenhängende Schilfrohrgebiet und ein bedeutendes Vogelschutzreservat mit der größten Kolonien des Rosapelikans und der zweitgrößten des Krauskopfpelikans Europas.

Die UNESCO nahm das Gebiet 1993 in die Weltnaturerbeliste auf. Seit 1998 ist der ukrainische Teil des Donaudeltas ein anerkanntes Biosphärenreservat.

Im Jahr 2000 verpflichteten sich Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine zum Schutz der Feuchtgebiete im Verlauf der unteren Donau. Mit diesem vom Word Wide Fund For Nature (WWF) initiierten Grünen Korridor entstand das größte grenzüberschreitende Schutzgebiet in Europa.

Wylkowe ist eine Stadt auf der ukrainischen Seite des Donaudeltas an der Grenze zu Rumänien und der letzte besiedelte Punkt vor der Mündung der Donau ins Schwarze Meer. Hier befindet sich auch die Verwaltung des ukrainischen Donau-Biosphärenreservats.

Київ/Kyjiw ist die Hauptstadt und größte Stadt der Ukraine. Sie liegt am Dnipro und hat etwa 2,9 Millionen Einwohner.

Kyjiw gilt als wichtiger Bildungs- und Industriestandort und bildet darüber hinaus den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Landes. Aufgrund seiner historischen Bedeutung trägt die Stadt oft den Beinamen Mutter aller russischen Städte. Wegen der vielen Kirchen und Klöster und seiner Bedeutung für die orthodoxe Christenheit wird Kiew seit dem Mittelalter außerdem als Jerusalem des Ostens bezeichnet.

Cherson hat etwa 300.000 Einwohner und liegt am Beginn des Mündungsdeltas des Dnipro. Die Stadt Cherson wurde 1778 auf Weisung der russischen Zarin Katharina II. und auf Vorschlag des Fürsten Grigorij Potjomkin neben der 1737–1739 erbauten russischen Befestigungsanlage Alexanderschanze gegründet. Die Anlage der Straßen, Plätze und Gebäude erfolgte in Form eines regelmäßigen Schachbretts. In Cherson erwartet uns der Stadtrundgang „Cherson de maçon“ – über die Freimaurer in dieser Hafenstadt.

Odessa ist mit über einer Million Einwohnern die bedeutendste Hafenstadt des Landes am Schwarzen Meer. Sie wurde 1794 auf Anweisung von Katharina der Großen gegründet. Es sollte ein leistungsfähiger Militärhafen geschaffen werden.

Anfang des 19 Jahrhunderts lebten in der Stadt mehr als 15 000 Neusiedler aus Deutschland, Bulgarien, Griechenland, Schweden. Nach Teilung Polens  Ende 18. Jahrhunderts verließen viele Juden dieses Land Richtung Odessa, so dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Bevölkerung zu etwa 30 % aus Juden bestand.

Ihren Aufschwung als moderne Hafenstadt nahm Odessa Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Generalgouverneur von Neurussland und Bessarabien, Graf Woronzow. Er machte die Stadt zu seinem Verwaltungssitz, engagierte westeuropäische Ingenieure und Ärzte und organisierte viele städtebauliche Projekte. Er gründete ein Theater, eine öffentliche Bibliothek, ein Lyzeum, ein Institut für orientalische Sprachen, verschiedene wissenschaftliche Gesellschaften und protegierte englische und französische Lokalzeitungen.

Der russische Dichter Alexander Puschkin lobte in dem Versroman Eugen Onegin die Freiheit und Ungezwungenheit der Stadt.

Zu den architektonischen Perlen Odessas gehören zweifellos die Potjomkinsche Treppe (auf dem Bild) von der Altstadt zum Hafen, das Opernhaus, Woronzowpalast, Rathaus und Herrenhaus der Familie Falz-Fein, an den wir uns erinnern, wenn wir an Askania Nowa denken.

So schließt sich der Kreis!

Interesse? Weitere Infos und Buchung direkt bei: info@ukraine-mit-fachmann.de

Danke an Wikipedia.